Einkauf in China

Höhere Löhne sorgen für Loyalität – und langfristig für bessere Qualität

  • Deutsche Unternehmen zahlen in China überdurchschnittlich hohe Löhne – und tun gut daran
  • Beim Sourcing sind vor Ort-Präsenz und eine intensive Pflege der Lieferantenbeziehung zwingend
  • Marc Staudenmayer: „Wer nur an niedrige Preise denkt, springt zu kurz.“

München, 12. Juli 2010. Deutsche Unternehmen, die in China einkaufen oder vor Ort produzieren lassen, sind gut beraten, höhere als die gesetzlichen chinesischen Mindestlöhne zu zahlen, beziehungsweise sich bei ihren Lieferanten dafür einzusetzen. Nur so lassen sich die Probleme beheben, die deutschen Unternehmen zufolge die größten Hürden für langfristig erfolgreiche Lieferantenbeziehungen darstellen: mindere Qualität und mangelnde Termintreue. Über 90 Prozent aller Konflikte mit chinesischen Lieferanten entstehen aufgrund mangelnder Qualität, in mehr als 60 Prozent geht es um nicht eingehaltene Liefertermine. Das ist eines der Ergebnisse einer Befragung unter 95 deutschen Unternehmen, die die auf den weltweiten Einkauf spezialisierte Unternehmensberatung ARAIA Consulting, München (ARAIA), jetzt vorgelegt hat.

Marc Staudenmayer, Gründer und Geschäftsführer von ARAIA: „Es ist in China genauso wie hier: Nur wer seine Beschäftigten an sich bindet und bei ihnen Lernprozesse anstößt, schafft es, dauerhaft und rechtzeitig in geforderter Qualität zu liefern. Natürlich kann man kurzfristig ein paar Yuan sparen. Aber abgesehen von der Frage, ob es menschenwürdig ist, einen kargen Mindestlohn zu zahlen: Klug ist es nicht.“ Die deutschen Unternehmen täten mit Blick auf die zunehmenden Unruhen in den Produktionsstätten meist asiatischer Hersteller gut daran, auch weiterhin überdurchschnittliche Löhne zu zahlen und so auf loyale und gut qualifizierte Beschäftigte setzen zu können. „Das ist ein vergleichsweise preiswerter Wettbewerbsvorteil, weswegen die Deutschen einen hervorragenden Ruf genießen. Wer nur an niedrige Preise denkt, springt zu kurz. Sozialdumping in einem Land wie China ist der falsche Weg“, so Staudenmayer.

ARAIA, das bereits seit vielen Jahren deutsche Unternehmen bei ihrer Lieferantenauswahl in China unterstützt und ein Büro in Shanghai unterhält, hat in seiner Untersuchung mehrere Erfolgsfaktoren für das Sourcing ermittelt. So ist es unabdingbar, vor Ort die Qualität der eingekauften Produkte zu prüfen. Nach wie vor ist China prädestiniert dafür, einfache Produkte zu fertigen – je komplexer die nachgefragten Güter, desto schwerer wogen Qualitätsmängel. Staudenmayer: „Das ändert sich zwar, aber deutlich langsamer als von vielen erhofft.“ Mit der richtigen Lieferantenidentifikation und -betreuung vor Ort hätten die meisten der befragten Unternehmen allerdings äußerst erfolgreich ihre Kosten senken können. Mehr als 40 Prozent der Befragten haben die Kosten um mindestens ein Fünftel reduziert, über fünf Prozent sogar um rund die Hälfte. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen (71 %) plant daher, den Einkauf in China in den kommenden Jahren deutlich auszuweiten.

„Erfolgsfaktoren und Entwicklung Chinas als Zulieferer für die deutsche Industrie.“

Die Studie „Erfolgsfaktoren und Entwicklung Chinas als Zulieferer für die deutsche Industrie“ basiert auf einer Befragung von 95 deutschen Unternehmen, darunter 30 mit mehr als 10.000 Beschäftigten, die sowohl hinsichtlich ihres Branchenmix als auch hinsichtlich ihrer Größe einen guten Querschnitt durch die deutsche Industrie bilden. Ausführliche Studienergebnisse sind auf Anfrage erhältlich; bitte wenden Sie sich per E-Mail mit Ihren vollständigen Adressdaten an Isabelle Richter ( Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

 

Über ARAIA Consulting
ARAIA Consulting ist darauf spezialisiert, Einkaufskonditionen und Einkaufsstrukturen nachhaltig zu verbessern. Der Hauptsitz der 1994 gegründeten Unternehmensberatung befindet sich in München. Weltweit bieten 60 Mitarbeiter an zehn Standorten intelligentes Einkaufsmanagement aus einer Hand: von der Analyse über die strategische Beratung bis hin zur vollständigen Umsetzung. Die Einkaufsexperten von ARAIA zeichnen sich durch ihr tiefes Verständnis für Produktionsprozesse und Organisationsstrukturen, ihr umfassendes kaufmännisches und technisches Wissen aus. So arbeitet ARAIA fachbereichsübergreifend und ganzheitlich an der optimalen Lösung für jeden einzelnen Kunden.

Grundlage der Beratungsleistung ist das Was-Wo-Wie-Prinzip: ARAIA analysiert, was, wo und wie ein Unternehmen einkauft und setzt anschließend gemeinsam mit seinen Kunden Optimierungspotenziale um. Im Ergebnis können die Geschäftspartner von ARAIA ihre Einkaufskosten nachhaltig senken und verfügen über mehr liquides Kapital. Unternehmen aus allen Branchen, in denen Einkauf ein wichtiger Wettbewerbsfaktor ist, vertrauen auf die Expertise von ARAIA aus 15 Jahren erfolgreicher Projektarbeit.

Kontakt ARAIA Consulting
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Pressekontakt
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